Sonntag, 4. März 2012

Das Hotel

Mein Koffer wurde mir direkt abgenommen und zum Aufzug gebracht, während meine Buchungsbestätigung gecheckt wurde, es waren statt 4 nur 3 Nächte gebucht, aber das habe ich noch schnell geklärt.
Im Zimmer angekommen fiel mir direkt auf - es gibt kein Fenster! Strom und Licht funktioniert nur, wenn man den Zimmerschlüssel hinter der Türe in eine Kasten steckt. Naja dachte ich, das kann ja was werden, bevor ich dann schnell wieder zum Auto gelaufen bin.
Um es vorweg zu nehmen, einen Tag später bekam ich ein neues Zimmer und zwar mit Fenster, auch dank der Nachfrage von Anna-Sophie. Sie hatte vor ca. 2 Monaten hier ein Zimmer.
 Das Bad finde ich super, denn die Regenkopfbrause ist klasse nach einem verschwitzen Tag unterwegs.

Mein Zimmer ist so breit wie das Bett, welches wirklich riesig ist für mich allein. Diese Größe scheint aber völlig normal zu sein. Auf meiner anderen Betthälfte liegt nun immer mein Netbook und aller anderer Kram. Wer mich kennt, das Bett ist ein guter Arbeitsplatz... achja den großen Samsung-Flachbildschirm hab ich jetzt mal nicht geknipst. Man bekommt einige amerikanische Sender, ist ganz witzig.

Die Ankunft

Der Nebel war sehr dicht und erst recht spät konnten wir durch die Bordkamera die Lichter auf der Landungsbahn erkennen - eigentlich erst als er schon direkt am Landen war.
Mein Koffer brauchte eine kleine Ewigkeit und ich hatte schon Sorge, er würde nicht mehr kommen. Nach der nicht-vorhandenen Kontrolle (ich hätte also ruhig mehr Schokolade einpacken können) wurde ich zum ersten Mal mit einem Schild an einem Flughafen empfangen. Das Wetter war schwül und grau, aber die Palmen versprachen etwas anderes. Gleich zu Beginn der Fahrt war klar: hier läuft es wirklich crazy :) hupen, hupen und hupen, danach fahren wie man möchte! Die Mopeds fahren sehr dicht an einem vorbei und die Autofahrer beachten es einfach nicht. Eine Kreuzung ist mir besonders lebhaft in Erinnerung geblieben - von allen Seiten kamen Verkehrsteilnehmer und jeder ist irgendwie gefahren!Später habe ich erfahren, man versucht halt einfach keine Unfälle zu machen und dadurch wird einer schon etwas langsamer fahren - nur eben man selbst nicht ^^ Die Mopedfahrer tragen alle Mundschutz und oft Regencapes, wegen des Windes und des Regens machen sie sich ganz klein und lenken nur mit einer Hand.
Die Umgebung war faszinierend, Reisfelder und Rinder, hohe schmale Häuser und überall Wäscheleinen unter dem Dach. Je näher man in die Innenstadt kam, desto mehr haben sich auch die Menschen verändert, also was den Kleidungsstil angeht; da werden Lackpumps mit dicken Strümpfen getragen und alles und jeder hat Dreckspritzer auf sich.
Die Straßen zum Hotel wurden enger und der Fahrer meinte was von 5 Minuten warten und dann weiter...aha dachte ich, er muss was erledigen und ich soll warten....als er hielt, holte er meinen Koffer raus und zeigte in eine schmale Straße mit matschigen Löchern und etlichen Garküchen. Mein Hotel wäre da und mit dem Auto käme er nicht rein und ich solle mich beeilen, er dürfe nur 5 Minuten warten.

Samstag, 3. März 2012

Flug II

Die Wolkendecke kurz nachdem wir hoch gekommen sind. Wenn man genau hinschaut, kann man kleine Verwirbelungen erkennen.

Der blaue Himmel war ein Traum.

 Mit dem Fotografieren hapert es noch ein bissel bei mir :) wie man sehen kann, der Komfort ist schlicht einfach. Am Ende des Fluges ist noch Blende von der Lehne abgefallen.









Mein Essen während des Fluges - der dicke Schinken .. brrr..nicht mein Fall. In dem aluschälchen gab es Fisch und Reis, das ging und der Nachtisch war irgendwas mega schokoladiges und natürlich ganz nach meinem Geschmack! Der Stuard wollte mir noch nen Sushi andrehen, das lehnte ich dankend nach dem anderen Fisch ab-von ohm bekam ich kein Getränk mehr, kann aber auch daran gelegen haben, dass er nur saß und Zeitschrift gelesen hat. Die anderen waren sehr beschäftigt :)

Der Flug

Vor dem Abflug rief noch mein Vermieter an und teilte mir mit, dass es im Haus einen Wasserschaden geben würde und wann ich denn wieder daheim wäre, um ihm die Türe zu öffnen - damit der Haupthahn geschlossen werden kann. Hernan muss sich nun darum kümmern :)
Im Flugzeug hatte ich eine ganze Sitzreihe für mich allein, allerdings war das gesamte Flugzeug recht leer. Am Boden war es mega triste und grau, nachdem wir die Wolkendecke durchbrochen haben schien nur noch die Sonne und die Wolken sahen aus wie Schneeberge. Wunderschön, aber lange konnte man nicht schauen, denn die Helligkeit hat einen blind gemacht. Zum Glück konnte ich etwas schlafen. Das Essen war speziell :) aber trotzdem nicht schlecht.
Als wir über Moskau kamen war es ein ungewohnter Anblick - zu der geschlossenen Schneedecke kamen viele dunkle Waldebene und winzige Häuschen. Der Flughafen war leicht verwirrend, wir führen mit einem Bus vom Flugfeld, aber am Ende habe ich das richtige nächste Gate gefunden. Hier konnte ich sogar noch ein wenig für meine BA arbeiten. Vor dem Abflug lernte ich noch eine andere Praktikantin kennen, wir haben uns dann gleich mal bei facebook und skype "angefreundet". Der neue Flieger war wesentlich komfortabler, jeder Sitz hatte seinen eigenen Bildschirm für Filme, Spiele und Musik. Die viele Technik und das ständige Essen hat mich so gefangen genommen, da habe ich doch glatt vergessen Bilder zu machen. Schlafen ging nur mittelmäßig, dafür fand ich einfach keine richtige Position :)
Das Wetter bei der Landung in Hanoi war leider auch nur grau - genauso wie beim Abflug von Frankfurt.

Die Vorbereitungen

Das ich einmal für ein Praktikum ins Ausland wollte, ist sicherlich vielen bekannt :) und als im August 2011 das Angebot kam, sagte ich einfach mal zu. Um ehrlich zu sein, meine Vorbereitungen waren minimals! Den Reisepass ließ ich etwas zu spät ausstellen, was wiederum zeitliche  Auswirkungen auf meinen Visaantrag hatte, aber die Panik deswegen hatte wohl nur ich, denn alles lief bestens! Die Impfungen habe ich zum Glück schon über die Arbeit abdecken können :) DANKE!
Das viele Arbeiten hat mich das auch immer noch ein wenig vor mir her schieben lassen und es ist nicht wirklich in mein Bewußtsein gekommen, dass ich wirklich fahren würde.
Im Februar stand noch eine Klausur an und eigentlich wollte ich meine BA schon längst fertig haben ^^
Der Februar war vollgepackt mit Arbeit und anderen Terminen, wie z.B. Essen mit Kollegen, meiner eigenen Abschiedsfeier und einer im Institut.
Ich habe mich riesig über die vielen & schönen Geschenke gefreut! Ein Teil ist sogar noch in mein in mein Gepäck gewandert :)
Die letzten Tage in Deutschland waren anstrengend und ohne liebe Freunde wäre das wohl in einem riesen Chaos geendet. 
Den Koffer hat mehr oder weniger meine liebe Duscha für mich gepackt und ihre Technik ist wirklich perfekt - habe schon angekündigt, dass wir über skype den Koffer für den Rückflug packen werden. Der Abschied fiel mir schwer und den Minime bekam ich den  ganzen Tag nicht mehr zum knuddeln in die Hände.
Zum Glück besorgte meine Mutter noch einen Koffergurt, denn dieser war doch nicht so sicher  geschlossen wie gedacht. Die Abfahrt am Donnerstag war wie üblich stressig, während der Fahrt gab es noch Stau aber Jürgen (mein Papa) hat alles super gemeistert und der Check-In war völlig stressfrei. Danach mussten wir noch ein bissel warten und dann ging es los zum Flieger. Ich habe keinen Reiseführer eingepackt und das Wörterbuch habe ich auch vergessen. Die MalariaphrophylaxeTabletten liegen auf dem Nachttisch daheim.